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Um den Nerv vor den äußeren Reizen zu schützen, bildet der Zahn vermehrt neues Dentin. Die Nervenhöhle wird durch Mineralablagerungen immer kleiner und die "verglast".

Wenn die Nacht zur Schwerstarbeit wird: Alles über Bruxismus

Bruxismus beschreibt das unbewusste, meist nächtliche Zähneknirschen oder Kieferpressen. Da dies oft im Schlaf passiert, bemerken Betroffene es meist erst, wenn der Partner durch die Geräusche wach wird oder die Folgen am nächsten Morgen spürbar sind.

Typische Anzeichen sind:

  • Morgendliche Schmerzen: Ein dumpfer Schmerz in der Kiefermuskulatur oder Schläfengegend direkt nach dem Aufstehen.
  • Zahnabnutzung: Die Kauflächen wirken „flachgeputzt“, oder es zeigen sich kleine Risse im Zahnschmelz.
  • Erhöhte Empfindlichkeit: Die Zähne reagieren empfindlicher auf Kaltes oder Heißes.
  • Tinnitus oder Ohrenschmerzen: Da das Kiefergelenk direkt am Gehörgang liegt, strahlen Verspannungen oft dorthin aus.
  • Nackenverspannungen: Die enorme Kraft beim Knirschen überträgt sich oft bis in die Schultern.

Warum knirschen viele Menschen nachts mit den Zähnen?

Zähneknirschen ist selten ein Problem der Zähne selbst, sondern oft ein Ventil der Psyche. In unserem modernen Alltag ist Stress der Hauptverursacher Nummer eins. Nachts versucht unser Gehirn, die Erlebnisse und Sorgen des Tages zu „verarbeiten“ – und zwar buchstäblich, indem wir sie zermalmen.

Wie kann ich mir selber helfen aufzuhören?

Die gute Nachricht ist: Sie können selbst viel tun, um die Anspannung aus dem Kiefer zu nehmen. Das Ziel ist es, das Bewusstsein für die Kieferposition zu schärfen.

  • Die „Lippen zu, Zähne auseinander“-Regel: Überprüfen Sie tagsüber immer wieder Ihre Kieferhaltung. In Ruheposition sollten sich die Zähne nicht berühren.
  • Stressmanagement: Yoga, progressive Muskelentspannung oder Meditation vor dem Schlafengehen helfen dem Nervensystem, herunterzufahren.
  • Wärme: Eine warme Kompresse auf den Wangen vor dem Schlafen entspannt die Kaumuskulatur (M. masseter).
  • Massage: Massieren Sie selbst Ihre Kaumuskeln im Kieferwinkel mit den Zeigefingern oder die Nackenmuskeln mit den Daumen um die Muskelentspannung zu fördern.


Welche Behandlungsmethoden gibt es beim Zahnarzt?


Wenn Selbsthilfe nicht ausreicht, sind wir für Sie da. Unser Ziel ist es, Ihre Zahnsubstanz zu schützen und die Kiefergelenke zu entlasten.

  1. Die Aufbissschiene (Michiganschiene): Das Standardmittel. Eine individuell angefertigte Kunststoffschiene verhindert, dass die Zähne direkt aufeinanderreiben. Sie schützt den Schmelz und entlastet die Gelenke.
  2. Funktionsdiagnostik: Wir prüfen, ob eine Fehlstellung des Gebisses vorliegt. Manchmal hilft schon das minimale Einschleifen von störenden Zahnkontakten oder die Korrektur von zu hohem Zahnersatz.
  3. Physiotherapie: Wir arbeiten oft mit spezialisierten Physiotherapeuten zusammen. Manuelle Therapie kann helfen, verhärtete Muskeln zu lockern und Blockaden im Kiefergelenk zu lösen.


Handeln Sie jetzt – für ein entspanntes Lächeln von morgen!

Lassen Sie nicht zu, dass nächtlicher Stress Ihre Zahngesundheit und Ihr Wohlbefinden dauerhaft beeinträchtigt. Wenn Sie eines der oben genannten Symptome bei sich wiedererkennen, vereinbaren Sie am besten via Telefon einen kurzen Beratungstermin in unserer Praxis. Gemeinsam finden wir die Ursache und die passende Lösung für Sie.

Gut zu wissen: Sie müssen sich keine Sorgen um die Kosten machen – die Diagnose sowie die Versorgung mit einer schützenden Aufbissschiene werden in der Regel vollständig von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Schenken Sie sich und Ihrem Kiefer die Entspannung, die sie verdienen.
Wir freuen uns darauf, Ihnen zu helfen!

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ZMF Erlangen

Wir suchen eine ZMF!

Zahnmedizinische Fachangestellte (ZMF) für Assistenz und Prophylaxe in VZ/TZ gesucht!

Beschreibung:

Wir suchen zur Unterstützung unseres Teams eine Zahnmedizinische Fachangestellte.

Wir bieten:

  • gepflegten Patientenstamm
  • erfahrenes Praxisteam
  • zentrale Lage in Erlangen
  • eigener, klimatisierter Arbeitsbereich
  • gut organisierte Praxis

Zuständigkeiten / Hauptaufgaben:

Zu Ihren Aufgaben gehört:
• Behandlungsassistenz Kons, Chirurgie, CEREC (im Wechsel mit Kolleginnen)
• Zst-Entfernung, Mundgesundheitsaufklärung
• kleine Tätigkeiten an der Anmeldung (Terminvergabe, Karte einlesen)
• OPGs anfertigen
• evtl. PZR, PA-Nachsorge
• evtl. In-Office-Bleaching

Leistungen der Anstellung:

  • Vollzeit: 36,5 Std./Woche oder Teilzeit: ca. 20 Stunden /Wochen
  • Zwei freie Nachmittage pro Woche bei Vollzeit
  • Überdurchschnittliches Gehalt
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld
  • Tankgutschein
  • Großzügige Urlaubsregelung

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!
Das Team von Dr. Alexander Schnotz (www.zahngesundheit-erlangen.de)

Kontakt:

Zahnarztpraxis
Dr. Alexander Schnotz
Nürnberger Str. 16
91052 Erlangen
mail@zahngesundheit-erlangen.de

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Zahnarzt Erlangen

DMS 6: Ein Meilenstein für die Mundgesundheit und der Wandel des Zahnarztberufs

Die Veröffentlichung der sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS 6) im Frühjahr 2025 markiert einen Wendepunkt in der Bewertung der zahnmedizinischen Versorgung in Deutschland. Seit 1989 liefert diese repräsentative Langzeitstudie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) fundierte Daten über den Zustand der Zähne in allen Altersgruppen. Die aktuellen Ergebnisse sind so deutlich wie nie zuvor: Deutschland hat sich zu einem der weltweit führenden Länder in der Kariesprävention entwickelt.

Prävention als Erfolgsmodell: Die wichtigsten Ergebnisse

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Ein zentrales Ergebnis der DMS 6 ist der massive Rückgang von Karies und Zahnverlust. Bei den 12-jährigen Kindern sind heute rund 78 % komplett kariesfrei. Noch vor drei Jahrzehnten war das ein nahezu utopischer Wert. Auch bei den jüngeren Senioren (65 bis 74 Jahre) zeigt sich ein historischer Erfolg: Die Zahl der völlig zahnlosen Menschen hat sich im Vergleich zur Vorgängerstudie DMS V fast halbiert und liegt nun bei nur noch 5 %.

Dieser Fortschritt ist kein Zufall, sondern das Resultat eines konsequenten Umbruchs: Weg von der reinen „Reparatur-Medizin“ hin zu einer präventionsorientierten Zahnheilkunde.


Die soziale Schere: Bildungsstatus und Mundgesundheit

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Trotz aller Erfolge macht die DMS 6 eine schmerzhafte Lücke deutlich: Den Zusammenhang zwischen Bildungsstatus und Zahngesundheit. Die Studie belegt, dass die Karieserfahrung und das Risiko für Parodontitis in Gruppen mit niedrigem Bildungsniveau signifikant höher sind.

Während Menschen mit hohem Bildungsabschluss überdurchschnittlich oft präventive Leistungen und professionelle Zahnreinigungen in Anspruch nehmen, ist die Zahngesundheit in sozial schwächeren Schichten häufiger von Behandlungsstau und schwereren Krankheitsverläufen geprägt. Interessanterweise zeigt die Studie jedoch auch eine Ausnahme: Bei den sogenannten Erosionen (Zahnschmelzabbau durch Säure) weisen jüngere Erwachsene mit hohem Bildungsstatus oft höhere Werte auf – vermutlich bedingt durch einen modernen Lebensstil mit hohem Konsum von säurehaltigen Getränken und Obst.



Der Zahnarzt im Wandel: Vom „Handwerker“ zum Gesundheitsmanager

Die DMS 6 spiegelt eindrucksvoll wider, wie sich das Berufsbild des Zahnarztes über die Jahrzehnte gewandelt hat. Früher stand die Schmerzbehandlung und der schnelle Zahnersatz (Extraktion und Prothese) im Fokus. Der Zahnarzt fungierte primär als technisch versierter „Reparateur“.

Heute ist der Zahnarzt vielmehr ein Begleiter für lebenslange Gesundheit. Das moderne Anforderungsprofil umfasst:

  • Der Präventions-Coach: Die Beratung zur Mundhygiene und Ernährung nimmt heute oft mehr Raum ein als das Bohren selbst.
  • Der Parodontitis-Experte: Da Menschen ihre Zähne bis ins hohe Alter behalten, rücken entzündliche Zahnbetterkrankungen ins Zentrum der täglichen Arbeit.
  • Der Koordinator: Durch die nachgewiesenen Wechselwirkungen zwischen Mundgesundheit und Allgemeinerkrankungen (wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Problemen) ist der Zahnarzt heute ein wichtiger Partner im interdisziplinären Gesundheitsnetzwerk.

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Fazit für Ihre Zahngesundheit

Die DMS 6 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber auch, dass der Aufklärungsbedarf bleibt.
Besonders die Prävention bei Parodontitis und die Erreichbarkeit bildungsferner Schichten sind die großen Aufgaben der nächsten Jahre.
Das Ziel ist klar: Mundgesundheit darf keine Frage des sozialen Status sein.

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Team Karikatur

WEIHNACHTSWÜNSCHE

Weihnachtsgedanken betonen oft die wahre Bedeutung des Festes jenseits des Konsums: Es geht um Liebe, Frieden, das Innehalten und die Besinnung auf das Wesentliche  – die Menschlichkeit und die Zeit, die wir miteinander teilen, wie z.B.

Charls Dickens (1812-1870)

„Ich will Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr über zu bewahren“

Wir möchten die Weihnachtszeit nutzen, um uns bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und Ihre Treue zu unserer Praxis zu bedanken und wünschen Ihnen und Ihren Familien viel Gesundheit, Glück und Erfolg sowie erholsame und friedliche Festtage.

Dr. Alexander Schnotz und das Team der Praxis.
Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit Ihnen im nächsten Jahr!
Ab Mittwoch, den 7. Januar 2026 sind wir wieder für Sie da.

Falls zwischen den Jahren ein zahnmedizinisches Problem auftaucht, finden Sie HIER jemanden, der Ihnen dabei hilft.

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Der Röntgenpass – Einführung, Abschaffung und moderne Entwicklungen

Die Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen (* 27.März 1845 im bergischen Lennep, heute Stadtteil von Remscheid, † 10.2.1925 in München) im Jahr 1895 markierte eine medizinische Revolution – erstmals war es möglich, ohne Operation ins Innere des Körpers zu blicken. Für seine Entdeckung erhielt Wilhelm Conrad Röntgen Nobelpreis für Physik. Conrad Röntgen war der erste Nobelpreisträger in dieser Kategorie. Bescheiden verzichtete er auf das Preisgeld und stiftete es der Universität Würzburg.

Bereits bald nach dieser Entdeckung traten erste Warnungen vor den gesundheitlichen Risiken auf. Bereits 1896 empfahl Wolfram Fuchs, Strahlenzeit zu begrenzen und Hautpartien zu schützen. Zahnarzt William Herbert Rollins forderte 1901 den Einsatz von Bleischürzen und Schutzbrillen.

Um eine unnötige Wiederholung von Röntgenuntersuchungen zu vermeiden und die Strahlenbelastung für Patienten zu reduzieren, führte Deutschland ab 2002 in der Röntgenverordnung (§ 28 RöV) den sogenannten Röntgenpass ein. Ärztinnen und Ärzte mussten den Pass bereitstellen und auf Wunsch mit Datum, Körperregion und Verfahren geführte Untersuchungsdaten dokumentieren.

Mit Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) am 31. Dezember 2018 entfiel die gesetzliche Pflicht zur Aushändigung bzw. Führung eines Röntgenpasses. Seit dem 1. Januar 2019 müssen Praxen und Kliniken keinen Röntgenpass mehr anbieten und darin Untersuchungen eintragen. Dennoch wird seitens des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) weiterhin empfohlen, dass Patientinnen und Patienten selbst über ihre strahlendiagnostischen Anwendungen Buch führen und dafür bereitgestellte Dokumente nutzen.

Warum diese Abschaffung?
Die Vereinfachung der gesetzlichen Regelung und die Umstellung auf die StrlSchV zogen eine Entlastung für medizinische Einrichtungen nach sich, ohne den Schutz der Patienten zu gefährden. Der Fokus liegt nun stärker auf die rechtfertigende Indikation jeder Untersuchung und gezielte Abschätzung der Strahlenrisiken – Wiederholungen sollen weiterhin vermieden werden, jedoch durch andere Dokumentationsformen und Praxisgestaltung.

Zum Abschluss noch ein aktueller Hinweis:
Beim Röntgen in der zahnärztlichen Praxis ist das Anlegen von Röntgenschutzmitteln wie  z. B. Bleischürze oder Schilddrüsenschutz inzwischen nicht mehr zwingend vorgeschrieben. 
Die amerikanische ADA sowie die deutsche Strahlenschutzkommission rechtfertigen ihren Verzicht mit der sehr geringen Streustrahlung und empfehlen stattdessen ein strahlenschutzorientiertes Vorgehen bei dem die gewählte Strahlendosis auf das notwendige Minimum beschränkt wird.

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Ein Loch im Milchzahn ist leicht zu reparieren!

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Für den Fall, dass Sie als Eltern gerade zufällig über diesen Beitrag gestolpert sind und sich angesprochen fühlen: Drucken Sie doch einfach das obere Bild aus und nehmen Sie es als Vorlage, um Ihr Kind zu einem Zahnarztbesuch zu überzeugen.

Interessierte können hier mehr über Zahnbehandlungen von Kindergartenkindern und Grundschülern erfahren.

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"Glattflächenkaries" ist sehr selten

Apotheken Umschau: Unser Beitrag über „Kreidezähne“

Fast jeder kennt sie: Die Apotheken Umschau vom Wort & Bild Verlag, die kostenlos in Apotheken erhältlich ist. Die Gesundheitszeitschrift erscheint zweimal monatlich und enthält Artikel zu den Themen, Ernährung, Prävention, Medizin und Wohlbefinden. Die „Rentner-Bravo“ bietet leicht verständliche Informationen, oft mit Experteninterviews und praktischen Tipps.
In der Juli-Ausgabe erscheint ein Artikel über Kreidezähne, bei dem ich als Experte zum Thema „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“ befragt worden bin.

Um zu dem Artikel zu gelangen, gehen Sie zu folgendem LINK.

Einen kleinen Ausschnitt des Interviews finden können Sie im Folgenden nachlesen oder sich vorlesen lassen:

Kreidezähne – Ursachen, Häufigkeit und Behandlung 

Journalistin: Herr Dr. Schnotz, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Beginnen wir mit der grundlegenden Frage: Was genau sind Kreidezähne?

Dr.Schnotz: Vielen Dank für die Einladung. Kreidezähne, in der Fachsprache als Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) bezeichnet, sind eine Entwicklungsstörung des Zahnschmelzes, die meist im Alter zwischen 1 und drei Jahren stattfindet. Dabei kommt es zu einer ungleichmäßigen Mineralisation, was die betroffenen Zähne weicher und poröser macht. Dadurch brechen sie leichter ab und sind oft empfindlich gegenüber Kälte, Wärme oder Süßem.

Journalistin: Wie verbreitet sind Kreidezähne in Deutschland? Gibt es dazu aktuelle Zahlen?

Dr.Schnotz: Ja, tatsächlich zeigen Studien, dass etwa 10 – 15 % der Kinder in Deutschland von MIH betroffen sind. Je nach Altersgruppe und Region schwanken die Werte etwas. Besonders häufig tritt die Erkrankung bei den bleibenden ersten Molaren und Schneidezähnen auf. Kurz gesagt haben 28,7% der unter 12-jährigen einen Kreidezahn.

Journalistin: Gibt es Erkenntnisse zur Inzidenz, also wie viele neue Fälle pro Jahr auftreten?

Dr.Schnotz: Die exakte Inzidenz ist schwer zu bestimmen, da die Erkrankung erst mit dem Durchbruch der betroffenen Zähne erkennbar wird. Schätzungen zufolge treten jährlich etwa 2-5 % neue Fälle bei Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren auf. Das zeigt, dass MIH ein relevantes Problem in der Kinderzahnheilkunde ist.

Journalistin: Was sind die Ursachen von Kreidezähnen?

Dr.Schnotz: Die genaue Ätiologie ist noch nicht vollständig geklärt, aber es gibt verschiedene Hypothesen. Wahrscheinlich spielen Umweltfaktoren eine Rolle, darunter Erkrankungen in der frühen Kindheit in Verbindung mit Tetracyclingabe oder Weichmacher wie Bisphenol A (BPA). Auch ein Zusammenhang mit bestimmten Ernährungseinflüssen oder einer gestörten Kalziumaufnahme wird diskutiert. Genetische Faktoren scheinen hingegen eine geringere Rolle zu spielen als bei anderen Zahnentwicklungsstörungen.

Journalistin: Wenn die genauen Ursachen noch nicht sicher feststehen, gibt es dann Möglichkeiten, Kreidezähne zu verhindern?

Dr.Schnotz: Leider gibt es bislang keine sichere Prävention, da die Ursachen multifaktoriell sind. Allerdings kann man versuchen, potenzielle Risikofaktoren zu minimieren, etwa durch eine gesunde Ernährung, die Vermeidung von Weichmachern in Plastikprodukten und eine gute Zahnhygiene von klein auf.

Journalistin: Gibt es spezielle Empfehlungen für Eltern, deren Kinder Kreidezähne haben?

Dr.Schnotz: Ja, Eltern sollten besonders auf eine gründliche, aber sanfte Zahnpflege achten. Eine elektrische Zahnbürste und fluoridhaltige Zahnpasta können das Schlimmste verhindern. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt sind essenziell, um Schäden frühzeitig zu erkennen. Auch eine zahnschonende Ernährung mit wenig säurehaltigen Lebensmitteln ist ratsam.

Journalistin: Herr Dr. Schnotz, Sie haben bereits über die medizinischen Aspekte von Kreidezähnen gesprochen. Aber wie sieht es mit den ästhetischen Auswirkungen aus? Haben betroffene Kinder häufig Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein?

Dr.Schnotz: Ja, das ist ein nicht zu unterschätzender Punkt. Die betroffenen Zähne können gelblich-weiß, bräunlich oder fleckig verfärbt sein. Gerade wenn die Schneidezähne betroffen sind, leiden manche Kinder darunter, weil sie anders aussehen als ihre Altersgenossen. Es gibt Berichte von Kindern, die ungern lächeln oder sich schämen, weil ihre Zähne auffallen. Das kann das Selbstbewusstsein erheblich beeinträchtigen.

Journalistin: Welche therapeutischen Maßnahmen kann ein Zahnarzt in solchen Fällen ergreifen?

Dr.Schnotz: In leichteren Fällen kann eine Versiegelung mit speziellen Lacken oder Fluoridlösungen helfen, um den Zahnschmelz zu stabilisieren. Wenn die Verfärbungen stark auffallen, kann eine Kunststofffüllung in der origiären Zahnfarbe eine ästhetische Verbesserung bringen. In schwereren Fällen setzen wir Kronen ein, besonders bei den Backenzähnen. Für Schneidezähne gibt es ästhetische Lösungen wie Kunststoffverblendungen z.B. mit weißer Sprenkelung oder bei Erwachsenen keramische Veneers.

Journalistin: Sie hatten zuvor Fluorid-Präparate erwähnt. Welche gibt es konkret für Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, und wie werden sie angewendet?

Dr.Schnotz: Es gibt mittlerweile einige Präparate auf dem Markt, die sich für diese Altersgruppe eignen. Besonders bekannt sind Produkte wie Elmex Geleé. Diese Stoffe ähneln dem natürlichen Zahnschmelz und können mikroskopisch kleine Defekte reparieren. Sie werden einfach beim Zähneputzen aufgetragen, denn Fluorid wirkt am Besten lokal appliziert, nicht als Tablette. Daneben gibt es auch Mundspüllösungen mit Hydroxylapatit, die zusätzlich helfen können.

In der zahnärztlichen Praxis setzen wir auch Medikamente in Form von hochkonzentrierten Lacken oder Gelen mit Natriumfluorid bis 5000ppm ein, um Zähne gezielt zu stärken.

Journalistin: Inwieweit haben Kinder mit Kreidezähnen im Alltag Einschränkungen?

Dr.Schnotz: Die Empfindlichkeit der Zähne kann das Essen und Trinken beeinträchtigen. Viele Kinder berichten von Schmerzen bei kalten oder heißen Speisen, und auch säurehaltige Lebensmittel wie Orangensaft oder Essig können unangenehm sein. Zudem sind die Zähne oft brüchig, sodass sie schneller abbrechen – selbst beim normalen Kauen. Das kann dazu führen, dass Kinder bestimmte Nahrungsmittel meiden oder vorsichtiger essen.

Journalistin: Spielen zuckerhaltige Getränke oder Naschereien eine besondere Rolle bei Kreidezähnen?

Dr.Schnotz: Ja, absolut. Da die betroffenen Zähne von Natur aus weniger widerstandsfähig sind, sind sie anfälliger für Karies. Zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Fruchtsäfte greifen den ohnehin geschwächten Zahnschmelz noch schneller an. Dasselbe gilt für Süßigkeiten, insbesondere für klebrige oder saure Produkte wie Gummibärchen oder Fruchtgummis. Kinder mit Kreidezähnen sollten deshalb besonders auf eine zuckerarme Ernährung achten und regelmäßig Fluorid oder Hydroxylapatit-Produkte verwenden, um den Zahnschmelz zu schützen.

Journalistin: Was raten Sie Eltern, um den Alltag für ihre Kinder möglichst beschwerdefrei zu gestalten?

Dr.Schnotz: Zunächst einmal eine gute Mundhygiene mit speziellen Zahnpasten und eine zahnschonende Ernährung. Außerdem ist es wichtig, dass Eltern frühzeitig mit ihrem Zahnarzt über Behandlungsmöglichkeiten sprechen. Bei starken Schmerzen oder Einschränkungen sollte man nicht zögern, sich Hilfe zu holen – es gibt viele effektive Maßnahmen, um den betroffenen Kindern zu helfen.

Journalistin: Herr Dr. Schnotz, Sie haben bereits über Hydroxylapatit gesprochen. Können Sie uns die genaue molekulare Zusammensetzung dieses Stoffes im Zahnschmelz erklären?

Dr.Schnotz: Sehr gerne. Der Zahnschmelz besteht zu etwa 96 % aus anorganischen Substanzen, hauptsächlich aus Hydroxylapatit (Ca5(PO4)3(OH)). Diese Verbindung ist ein kristallines Kalziumphosphatsalz und bildet die Grundstruktur des Zahnschmelzes. Die übrigen 4 % bestehen aus Wasser und organischen Bestandteilen, darunter Proteine und Lipide. Durch die eng gepackten Hydroxylapatit-Kristalle erhält der Zahnschmelz seine extreme Härte – und er ist mit seinen 1-3 mm Stärke das widerstandsfähigste Gewebe im menschlichen Körper mit einer Mohs-Härte von 5-8!

Journalistin: Wie unterscheidet sich die Bildung des Zahnschmelzes – also die Amelogenese – von der Kalkbildung bei Muscheln oder Schnecken?

Dr.Schnotz: Eine spannende Frage! Obwohl beide Strukturen mineralisch sind, unterscheiden sich die Bildungsprozesse deutlich.

Bei der Amelogenese wird der Zahnschmelz durch spezialisierte Zellen, die Ameloblasten, produziert. Diese setzen zuerst eine organische Matrix aus Proteinen wie Amelogenin frei, die als Gerüst für die spätere Mineralisation dient. Anschließend lagern sich Kalzium- und Phosphationen an, wodurch Hydroxylapatit-Kristalle wachsen und sich verdichten. Dieser Prozess passiert lange vor dem Zahndurchbruch während der Zahn im Kiefer heranwächst und ist nicht regenerierbar. Ist der Zahn erst einmal durchgebrochen, kann der einst gebildete Zahnschmelz nicht neu nachwachsen.

Im Gegensatz dazu bilden Muscheln und Schnecken ihre Schale aus Calciumcarbonat (CaCO3) in Form von Aragonit oder Calcit. Diese Strukturen entstehen durch die Sekretion von Kalzium- und Karbonationen aus speziellen Mantelzellen. Anders als der Zahnschmelz können Weichtiere ihre Exoskelett bei Schäden oft regenerieren, da sie kontinuierlich neues Material ablagern.

Journalistin: Das bedeutet also, dass Zahnschmelz zwar sehr hart ist, aber dennoch beschädigt werden kann.

Dr.Schnotz: Genau. Während Muschelschalen flexibel nachgebildet werden können, ist der Zahnschmelz ein einmalig gebildetes Gewebe. Ist er erst einmal beschädigt, kann er sich nicht von selbst regenerieren – daher sind Prävention und Schutz so wichtig.

Journalistin: Sie haben erwähnt, dass Fluorid eine Rolle beim Schutz der Zähne spielt. Wie genau wirkt Fluorid auf den geschädigten Zahnschmelz?

Dr.Schnotz:. Fluorid hat mehrere positive Effekte auf den Zahnschmelz. Zum einen fördert Fluorid die Remineralisation. Wenn Säuren den Zahnschmelz entkalken, lagern sich durch fluoridhaltige Zahnpasta oder Gele Kalzium- und Phosphationen wieder an und stabilisieren den Schmelz. Zum anderen kann es Hydroxylapatit teilweise in Fluorapatit umwandeln. Dieser ist widerstandsfähiger gegen Säureangriffe, weil Fluorapatit eine geringere Löslichkeit in saurer Umgebung hat.

Schade nur, dass sich die Farben unterscheiden: Während der Hydroxylapatit des natürlichen Zahnschmelzes für die gelblich-weiße Farbe des Zahnes verantwortlich ist, ist der Fluorapatit eben kreide-weiß. Dadurch kann man die Strukturumwandlung optisch erkennen. Besonders bei Kreidezähnen, die von Natur aus weicher sind, kann Fluorid helfen, die Struktur zu stärken.

Journalistin: Und wie verhält es sich bei Kreidezähnen, die bereits Risse oder Brüche im Schmelz aufweisen?

Dr.Schnotz: Hier ist Fluorid zwar nützlich, aber nicht immer ausreichend. Wenn der Zahnschmelz bereits große Defekte oder Abplatzungen hat, kann Fluorid ihn nicht wiederherstellen. In solchen Fällen hilft oftmals eine kleine Füllung, um den Zahn wiederherzustellen.

Journalistin: Das heißt, Fluorid ist eher präventiv und unterstützend, aber keine Reparaturmaßnahme?

Dr.Schnotz: Genau. Fluorid schützt den Schmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren, aber es kann nicht fehlende Zahnhartsubstanz ersetzen. An diesem Punkt kommen unser zahnärztlichen Restaurationsmaßnahmen zum Einsatz.

Journalistin: Vielen Dank, Herr Dr. Schnotz, für diese tiefgehenden Einblicke in die molekularen Prozesse des Zahnschmelzes und die therapeutischen Möglichkeiten!

Dr.Schnotz: Sehr gern! Ich hoffe, dass wir damit betroffenen Familien eine gute Orientierung geben konnten, um die richtige Pflege und Behandlung für Kreidezähne zu finden!

Journalistin: Gibt es noch etwas, das Sie Eltern und Betroffenen mit auf den Weg geben möchten?

Dr.Schnotz: Ich kann nur betonen, dass Kreidezähne gut behandelbar sind, wenn sie früh erkannt werden. Eltern sollten keine Angst haben, sondern sich bei ersten Anzeichen wie Verfärbungen an einen Zahnarzt wenden. Mit der richtigen Pflege und Behandlung können wir solche Zähne in der Regel gut erhalten.

Fazit

Kreidezähne sind eine Herausforderung für viele Familien, doch mit der richtigen Pflege und zahnärztlichen Betreuung lassen sich Folgeschäden minimieren. Frühzeitige Diagnose, regelmäßige Zahnarztbesuche und eine angepasste Zahnpflege sind entscheidend, um betroffene Zähne langfristig zu erhalten. Eltern sollten auf erste Anzeichen (siehe Beitragsbild oben) achten und ihre Kinder dabei unterstützen, eine gute Mundhygiene zu einzugewöhnen.

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Die Oberfläche von zahntechnischen Restaurationen sollte spiegelglatt sein

Oberflächenveredelung Spiegelglanz

Die Oberflächenveredelung spielt eine entscheidende Rolle in der Zahnmedizin.
Wissen Sie, warum Zähne optisch manchmal stumpf wirken? Die Tiefe und die Verteilung von Riefen in der Oberfläche bestimmen den Grad des Glanzes. Der Oberflächenglanzgrad von matt, seidenmatt, seidenglänzend, glänzend und hochglänzend beeinflusst den Grad der Reflexion und den Brechungsindex des Lichts. Dabei ist der Spiegelglanz ein besonders angestrebtes Finish, das nicht nur ästhetische, sondern auch funktionale Vorteile bietet.

Ästhetik und Natürlichkeit

Eine zahnmedizinische Restauration soll optisch möglichst unauffällig und harmonisch wirken. Ein hochglanzpolierter Zahn wirkt natürlicher, da er das Licht ähnlich wie der Schmelz der Zahnoberfläche reflektiert. Spiegelglanz sorgt für eine makellose Oberfläche, die sich nahtlos in das Gesamtbild des Gebisses einfügt. Dies ist besonders wichtig bei Frontzahnrestaurationen, da hiervon der optische Eindruck Ihres Aussehens entscheidend beeinflusst wird.

Funktionale Vorteile

Neben der Ästhetik bietet der Spiegelglanz auch praktische Vorteile. Eine hochpolierte oder glasierte Oberfläche minimiert die Anlagerung von Plaque und Bakterien. Dies reduziert das Risiko von Karies und Zahnfleischentzündungen, da weniger schädliche Substanzen haften bleiben. Insbesondere bei Materialien wie Komposit oder Keramik ist die Feinpolitur bzw. der sog. Glanzbrand auf der Keramik entscheidend, um eine dauerhafte Biokompatibilität und Hygiene sicherzustellen. Für bessere Gesundheit, Lebensqualität und mehr Lebensfreude.

Haltbarkeit und Komfort

Ein weiterer Vorteil der Spiegelglanz-Oberfläche ist die erhöhte Haltbarkeit der Restauration. Rauere Oberflächen sind anfälliger für Abrieb und Mikrofrakturen, was die Lebensdauer der Restauration verkürzt. Durch die Veredelung entsteht eine homogenere Oberfläche, die Belastungen besser standhält. Gleichzeitig sorgt die glatte Oberfläche für ein angenehmes Mundgefühl und verringert Reizungen an der Zunge oder dem Zahnfleisch.

Techniken der Oberflächenveredelung

Die Erzielung von Spiegelglanz erfordert Präzision und moderne Technologien. Nach der Formgebung erfolgt die Feinarbeit mit speziellen Polierpasten, Bürsten und Diamantinstrumenten (s. Abb.). Besonders bei keramischen oder metallischen Werkstoffen wird durch eine Kombination aus maschineller Bearbeitung und manuellem Feinschliff ein perfekter Glanz erreicht.

Die Oberflächenveredelung mit Spiegelglanz ist ein essenzieller Bestandteil der modernen Zahnmedizin. Sie verbessert die Ästhetik, Funktionalität und Langlebigkeit von Restaurationen und trägt gleichzeitig zur Mundgesundheit bei. Durch den Einsatz innovativer Technologien, z. B. Vakuum-Brennöfen, können Zahnärzte und Zahntechniker Ergebnisse erzielen, die sowohl optisch ansprechend als auch funktional überzeugend sind.

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Zahnarzt Erlangen

Lästige Pflicht oder notwendiges Übel? Die jährliche Kontrolluntersuchung

„Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden. Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, Buch Wilhelm Meisters Wanderjahre (1829)

Eine regelmäßige Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt ist ein entscheidender Bestandteil der Zahngesundheit und zum gewissen Teil auch Ihrer Allgemeingesundheit und sollte bei Erwachsenen einmal jährlich, bei Kindern zweimal jährlich erfolgen. Auch wenn keine Schmerzen oder offensichtlichen Beschwerden vorliegen, spielt die Vorsorge eine zentrale Rolle, um die Zähne langfristig sauber und gesund zu erhalten.
Bei der jährlichen Untersuchung werden Zähne, Zahnfleisch und evtl. Ihr Zahnersatz genau untersucht. Dadurch können beginnende Probleme wie Karies, Entzündungen, Risse o.Ä. frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor sie sich zu schmerzhaften und teuren Komplikationen entwickeln. Eine solche Vorsorge spart nicht nur Kosten, sondern erhält Ihre Gesundheit.
Neben der Karies-Früherkennung legen wir auch viel Wert darauf, Ihr Zahnfleisch gesund zu erhalten. Parodontitis ist eine häufige Erkrankung des Zahnhalteapparats und kann unbehandelt zu Zahnverlust führen. Um dies zu vermeiden, können – durch eine entsprechende Zahnfleischbehandlung in unserer Praxis – die negativen Folgen der Parodontose abgewendet werden.
Ein weiterer Vorteil der Kontrolluntersuchung ist die professionelle Zahnreinigung (PZR), die oftmals in Verbindung mit der jährlichen Routineuntersuchung wahrgenommen wird. Hierbei tun Sie sich und Ihren Zähnen etwas Gutes, denn die professionelle Zahnreinigung ist weit mehr als die Entfernung von Zahnstein, Verfärbungen und Belägen aus den Zahnfleischtaschen.
Nutzen Sie die Chance, mit einer jährlichen Kontrolle Ihre Zähne und Zahnfleisch langfristig gesund zu halten. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin bei uns und sichern Sie sich ein schönes Lächeln – ein Leben lang!

Wir freuen uns auf Ihr Wiedersehen!
Dr. Alexander Schnotz und das gesamte Team der Praxis.

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Tag der Zahngesundheit 2024: Von der Schwangerschaft bis zum Kleinkindalter

Der Tag der Zahngesundheit 2024 findet am 25. September statt und bietet eine wertvolle Gelegenheit, das Bewusstsein für die Bedeutung der Mundhygiene zu schärfen. Jedes Jahr werden an diesem Tag Veranstaltungen und Aktionen organisiert, um über zahngesundheitliche Themen aufzuklären: In diesen Jahr geht es um die Zahngesundheit von Schwangeren sowie Kindern in den ersten drei Lebensjahren.

TdZ

Wir möchten Ihnen hier einen kleinen Einblick geben, wie eine Schwangerschaft die Mundgesundheit der Mutter beeinflusst und wie sie diese effektiv stärken kann.

Jedes Kind kostet einen Zahn.“
Auch heute ist dieser Satz im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft oft zu hören und kann werdende Mütter sehr verunsichern. Wir können Sie beruhigen: Es 
stimmt nicht!

Schwangere werden häufig durch hormonell bedingte Veränderungen in der Mundhöhle, Anpassungen der Immunabwehr und durch veränderte Ernährungsgewohnheiten für das Thema Mundgesundheit sensibilisiert, allerdings wird sie während der Schwangerschaft von Frauen auch zuweilen vernachlässigt.
Zusätzlich können Missverständnisse und persönliche Überzeugungen als Faktoren hinzukommen. Manche Frauen glauben, dass die Schwangerschaft per se eine nachteilige Wirkung auf die Zähne und das Zahnfleisch hat.

Es ist nachvollziehbar, dass unter den o.g. Umständen ein Zahnarztbesuch nicht immer so leicht und schnell möglich ist, dennoch ist es ratsam, die präventiven Maßnahmen wie Zahnsteinentfernung oder PZR und die zahnärztliche Kontrolluntersuchung auch während der Schwangerschaft bzw. mit dem Kleinkind wie gewohnt wahrzunehmen, da diese, anders als ältere Kinder, durch gruppenprophylaktische Maßnahmen noch nicht erreicht werden.


Außerdem legt der Tag der Zahngesundheit einen Fokus auf die Mundgesundheit von Babys und Kleinkindern:

Wann sollte man bei Säuglingen mit der Mundpflege beginnen und was gehört dazu?

Mit einem Baby erwarten einen viele neue Aufgaben: Auch die Mund- und Zahnpflege des Kleinkindes gehört dazu. Erfahrene Eltern wissen, dass es nicht zu den einfachsten Dingen gehört, das Zähneputzen als tägliche Routine in den Alltag ihres Sprösslings zu etablieren. Nichtsdestotrotz zahlt es sich aus, wenn man rechtzeitig damit beginnt und dabei gute Laune behält.
Die Phase, in der die ersten Zähnchen durchbrechen, also einige Wochen vor dem sechsten Lebensmonat, können Sie als Eltern gut mitbegleiten und wichtige Grundlagen für die Mundgesundheit Ihres Kindes schaffen.
Für die ersten Beißerchen empfehlen wir einen Fingerling aus Silikon, 
den Sie bei uns in der Praxis für die häusliche Zahnpflege des Nachwuchses mitbekommen.

Informationen zu vielen weiteren interessanten Themen, z.B.

  • wie es mit der gesunden Ernährung während der Schwangerschaft funktionieren kann
  • ob es einen Zusammenhang zwischen Zahnfehlstellungen bei Stillkindern und flaschenernährten Kinder gibt oder
  • wie Sie durch eine Reduktion des Zuckergehaltes in Speisen und Getränken speziell für (Klein-)Kinder mögliche Munderkrankungen präventiv beeinflussen und die Zahngesundheit ihrer Schützlinge fördern …

…. erfahren Sie auf den Social-Media-Kanälen vom Tag der Zahngesundheit bei X und Instagram.

Oder Sie kommen bei Gelegenheit mit ihrem Kind zur Kontrolle in der Zahnarztpraxis vorbei.
Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!

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