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Smarte Zahnbürste … Was bringt sie wirklich?

Echte Hilfe oder überflüssiges Gadget?

Smarte Zahnbürsten sollen das Putzen verbessern. Die Nachfrage ist noch gering. Experten sehen aber Vorteile der intelligenten Helfer. Allerdings sind dabei vor allem psychologische Aspekte von Bedeutung.

Mindestens zwei Mal täglich zwei Minuten Zähne putzen, dazu am besten Interdentalbürstchen oder Zahnseide und eine fluoridhaltige Zahnpasta – gesunde Mundhygiene kann ganz schön anstrengend sein. Herausfordernd daran sind die vielen Zahnoberflächen und z.T. schwer erreichbare Stellen. Smarte Zahnbürsten setzen genau dort an. Sie sollen das Putzen erleichtern und die Technik verbessern.

Dass momentan einige Firmen smarte Zahnbürsten auf den Markt bringen, könne viel mit Marketing und Imageverbesserung zu tun haben, weniger mit echter Nachfrage, sagt Dirk Kropp, Geschäftsführer der Initiative Prodente. Denn die schlauen Putzhelfer sind noch ziemlich teuer und kosten teilweise über hundert oder mehrere Hundert Euro.

Die Themen jedoch, die von den Herstellern derzeit angesprochen werden, seien die richtigen, findet Dietmar Oesterreich. Beispielsweise übten die meisten Menschen während des Zähneputzens zu viel Druck aus, so der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer.

Zu viel Druck putzt Zahnfleisch weg

„Bei zu viel Druck besteht die Gefahr, dass man das Zahnfleisch wegputzt“, erklärt Christof Dörfer, Direktor der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie in Kiel. Bereits jetzt gibt es Modelle, die mit einer roten LED-Anzeige vermitteln: „Bitte weniger fest“.

Neuere Bürsten leuchten grün bei idealen Bedingungen. Denn auch zu wenig Druck verschlechtert das Putzergebnis.

Auch Systematik und Putztechnik sind wichtig, werden aber oft vernachlässigt. Oesterreich rät deshalb, die Mundhygiene zu ritualisieren, also etwa rechts außen oben anzufangen und links unten innen zu enden – Zahn für Zahn oder quadrantenweise.

Die Zahnbürste kennt ihre Position im Mund

Bei der systematischen Zahnpflege könnten intelligente Bürsten helfen! Das Versprechen: Bürste und die verbundene App erkennen die Position im Mund und prüfen, ob alle Sektoren gleichmäßig behandelt werden, oder liefern in Echtzeit eine Rückmeldung zum Putzergebnis.

„Wenn die Bürste einen führt oder visualisiert, wo man ist, könnte das sinnvoll sein“, urteilt Dörfer. Wichtig sei ein Feedback, damit man dort ansetzt, wo die Reinigung besonders wichtig ist – und das systematisch im gesamten Kiefer. Allerdings sei noch nicht bekannt, ob beides zuverlässig funktioniert, schränkt Oesterreich ein.

Derzeit gibt es noch keine unabhängigen wissenschaftlichen Untersuchungen. Dennoch: „Wenn man während des Putzens korrigiert wird und dadurch auch einen Lerneffekt hat, ist das aus zahnmedizinischer Sicht attraktiv“, meint Dirk Kropp.

Der Faktor Zeit beeinflusst das Ergebnis

Ein gutes Ergebnis hängt auch von der Putzdauer ab. Nicht umsonst signalisieren schon einfachste elektrische Bürsten, wann zwei Minuten um sind, oder geben alle 30 Sekunden einen Impuls zum Wechsel des Bereichs. Andererseits ist die Putzdauer individuell, so Kropp. „Wenn die Zahnstellung ungewöhnlich oder die Motorik nicht so gut ist, kann es sinnvoll sein, länger zu putzen.“

Ideal fände Kropp ein System, das in Echtzeit erkennt, ob der geputzte Bereich schon sauber ist. Genau das versprechen bereits einige Hersteller: Ihre Bürsten sollen über einen optischen Sensor den Biofilm erkennen und warnen, wenn er noch nicht entfernt wurde.

Der psychologische Aspekt spielt eine große Rolle. „Wer affin ist gegenüber Apps oder Technik, wird das häufiger nutzen“, ist Oesterreich überzeugt. Das könne die Motivation erhöhen, meint Kropp, müsse aber trotz aller Technik einfach bleiben.

Updates und Datenschutz bei smarten Zahnbürsten beachten

Kommt eine App ins Spiel, wie es bei den smarten Geräten der Fall ist, sollten sich Nutzerinnen und Nutzer über regelmäßige Updates und ihre Daten Gedanken machen, rät Kropp.

Der App bleibt nichts verborgen: Über Sensoren in der elektrischen Zahnbürste erfährt sie, wo geputzt wurde und wo nicht.

Was die Datenspeicherung angeht, sei zunächst einmal Vertrauen gefragt, sind sich die Experten einig. „Auf jeden Fall kritisch die Datenschutzbestimmungen durchlesen“, mahnt Oesterreich – und prüfen, wo die erhobenen Daten gespeichert werden und wer sie in welcher Form nutzen kann oder darf.

Auch der Zahnarzt kann die Putzqualität prüfen

Smarte Zahnbürsten können das Leben zwar erleichtern, trotzdem lässt sich auch mit herkömmlichen Mitteln ein gutes Ergebnis erzielen. Der Tipp der Experten: Wer wissen will, wie gut die eigene Putztechnik ist, kann im Rahmen der Prophylaxe seine Zahnbürste mitbringen.

In der Praxis gibt es auf jeden Fall weitere Tipps und Tricks zur besseren Mundhygiene: Zum Beispiel färben wir bei Kindern im Zuge der halbjährlichen Kontrolluntersuchung standardmäßig die Zähne an, um Stellen aufzuzeigen, die mit der Zahnbürste nicht erreicht worden sind, so dass Beläge zurückbleiben.

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herbst

Tipps und Hinweise bei Zahnfleischbluten

Wenn Ihr Zahnfleisch gerötet oder geschwollen ist und beim Zähneputzen blutet, stimmt etwas nicht. Ob Grund zur Sorge besteht oder es nur eine harmlose Zahnfleischentzündung ist, können wir feststellen.

Tritt Zahnfleischbluten bei Ihnen häufiger auf, deutet das auf eine Parodontitis, die Entzündung des Zahnhalteapparates, hin. Diese Erkrankung geht viel weiter als eine einfache Zahnfleischentzündung: Eine Parodontitis ist meist chronisch, schädigt neben dem Zahnfleisch auch den Kieferknochen und gefährdet so den festen Halt von Zähnen. Im fortgeschrittenen Stadium droht Zahnverlust.
Außerdem kann die Parodontitis Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Rheumatoide Arthritis negativ beeinflussen sowie das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöhen.

Weit verbreitet – aber oft nicht erkannt

Viele Menschen sind von einer Parodontitis betroffen, ohne es zu wissen. Die Entzündung kann anfangs oder sogar über längere Zeit hinweg ohne für den Patienten erkennbare Symptome bestehen. Beispielsweise kann das Zahnfleisch gesund aussehen, obwohl in tieferen Gewebeschichten entzündliche Prozesse stattfinden. Diese können nur durch eine zahnärztliche Untersuchung erkannt werden. Insbesondere für Raucher ist es noch schwieriger, entsprechende Symptome selbst zu erkennen. Häufig kommt es zum Beispiel vor, dass ihr Zahnfleisch entzündet ist, aber kaum blutet.

Für Ihre Mundgesundheit:

Nehmen Sie Ihre routinemäßigen Kontrolltermine in unserer Praxis wahr – auch wenn Sie keine Beschwerden haben oder entsprechende Symptome feststellen. Die Untersuchung ist zur Früherkennung wichtig.

Lassen Sie häufigeres Zahnfleischbluten, Rötungen oder eine Berührungsempfindlichkeit des Zahnfleischs (etwa beim Zähneputzen) durch uns abklären.

Beugen Sie einer Parodontitis vor: Pflegen Sie Zähne und Zahnfleisch sorgfältig (mit Zahnbürste und zusätzlichen Hilfsmitteln) und lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen.

Ist bereits eine Parodontitis diagnostiziert worden, sollte diese Entzündung selbstverständlich konsequent behandelt werden.

Aufbissschiene:

Zusätzlich hilft oft eine Aufbissschiene von uns. Eine solche – individuell angefertigte – Schiene, evtl. flankiert mit Physiotherapie, löst Verspannungen und verhindert Probleme mit “langen Zähnen”.

Sie haben Fragen zu Zahnfleischbluten und Parodontitis? Wir sind gern für Sie da.

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Endobeitrag

Wurzelbehandlung: Patienten würden sie immer wieder wählen 

Die Rettung eines stark geschädigten Zahns durch eine Wurzelbehandlung ist ein Eingriff, den nur wenige Patienten bereuen. Dies zeigt eine neue Studie aus Schweden. Trotz des Unbehagens und der Schmerzen rund um den Zahn bereuen nur wenige Patienten, einen stark geschädigten Zahn mit einer Wurzelbehandlung erhalten zu haben. Dies geht aus einer Dissertation der Universität Göteborg hervor, die zeigt, dass die meisten Patienten, die eine Wurzelbehandlung hatten, diese Behandlung wieder wählen würden.

87 Prozent der Patienten würden Behandlung wiederholen

Emma Wigsten, Doktorandin am Fachbereich Zahnmedizin an der Universität Göteborg, hat in ihrer Dissertation verschiedene Aspekte der Wurzelbehandlung untersucht. Bei über 70 % der Zähne, die wurzelbehandelt wurden, gingen Zahnschmerzen aufgrund von Karies und großen Füllungen voraus. Während der Nachbeobachtungszeit berichtete die Hälfte der Patienten über leichte Schmerzen oder Beschwerden durch den wurzelbehandelten Zahn. Trotzdem war die überwiegende Mehrheit, 87 Prozent der Patienten, zufrieden und bereute nicht, dass sie sich anstelle einer Zahnextraktion behandeln ließen.

Untersuchung der Lebensqualität

Bezüglich der „Einschätzung der Lebensqualität“ wurden die Patienten gebeten, einen Fragebogen auszufüllen. Auf der Grundlage dieser Antworten konnte eine gewisse Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität in der Gruppe festgestellt werden, die mit einer Wurzelbehandlung begann. Diese Verbesserung wurde bei den Patienten, bei denen der Zahn entfernt wurde, nicht in gleicher Weise beobachtet.

„Die Studien zeigen, dass die Lebensqualität der Patienten durch die Wurzelbehandlung positiv beeinflusst wurde. Es ist jedoch unklar, ob die Behandlung im Vergleich zur Entfernung des Zahns kosteneffektiv ist, was insbesondere für Backenzähne gilt“, sagt Emma Wigsten.

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Knischerschien

Effektive Übungen für einen entspannten Kiefer

Angespannte Situationen im Alltag bedingen Stress und können demnach zu Schlafstörungen führen. Darunter leidet manchmal auch unser Kauorgan: Knirschen Betroffene mit den Zähnen oder pressen sie zu fest aufeinander, überlastet das die Kaumuskeln, die dadurch schmerzhaft verspannen können.

Lautet das Ziel, die Kaumuskeln zu lockern, können Betroffene auch selbst viel dafür tun, um ihren Kiefer zu entspannen.

Erholsamer Schlaf:

Ausreichend Schlafen, z.B. auf dem Rücken ohne Kopfkissen, lockert die Muskulatur und löst Anspannungen.

Gesundes Sitzen:

Die meisten Leute, die am Schreibtisch arbeiten, schieben den Kopf zu weit nach vorn. Eine solche „Schildkröten-Haltung“ ist suboptimal für den Nacken. Da Nacken und Kiefer anatomisch eng miteinander verbunden sind, resultieren daraus oft Probleme wie Knirschen.

Sport verbessert die Haltung:

Eine andere Alternative ist Sport: Empfohlen werden fünf Einheiten pro Woche, jeweils mindestens 30 Minuten. Die Bewegung dient zum Ausgleich der o.g. Haltung und die so trainierten Muskeln in Rücken und Nacken helfen, den Kopf besser zu stützen.

Massieren und wärmen:

Beide Partien – Nacken und Kiefer – können mit Wärme behandelt werden. Ein Kirschkernkissen (oder ein feuchtwarmes Handtuch in einem trockenen eingewickelt) um den Nacken legen und die Wärme im Liegen eine Viertelstunde einwirken lassen.

Ebenso hilft es, die Kaumuskeln zu massieren. Finger an den Kiefer legen, etwa auf Höhe des Ohres ansetzen und mit konstantem Druck nach vorne unten ziehen.

Aufbissschiene:

Zusätzlich hilft oft eine Aufbissschiene vom Zahnarzt. Eine solche – individuell angefertigte – Schiene, evtl. begleitet mit einer Behandlung beim Physiotherapeuten, löst Verspannungen im Nacken und verhindert Probleme durch Knirschen.

Sprechen Sie uns bei Symptomen wie angespannten Muskeln im Kieferwinkel o.ä. einfach darauf an.

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sepp rosi

Optimaler Halt für dritte Zähne

Jahrzehntelang waren „die Dritten“ in Form einer herausnehmbare Vollprothese die einzige Versorgungsmöglichkeit bei zahnlosem Kiefer. Die Entwicklung der Prothesen blieb nicht stehen, jedoch ist in der Kunststoff-Totalprothetik der Halt durch Saugkräfte auf dem Schlotterkamm des Kiefers limitiert. Für die meisten Patienten ist dies nicht die ideale Lösung.

Halt von Totalprothesen oft problematisch

  • Da Totalprothesen unter Kaudruck nachgeben, wackeln oder sogar herausfallen, führt dies oft zu erheblicher Unsicherheit beim Essen, Sprechen oder Lachen. Eine Haftcreme bietet meist keine ausreichende Hilfe und ist umständlich aufzutragen.
  • Eine Oberkiefertotalprothese bedeckt große Teile des Gaumens, wodurch das Geschmacksempfinden beeinträchtigt wird.
  • Einseitige Ernährung und Verdauungsprobleme sind möglich.
  • Es entstehen immer wieder unangenehme Druckstellen und schmerzhafte Zahnfleischreizungen.
  • Prothesen führen zu weiterem Knochenabbau, weil der Belastungsreiz natürlicher Zahnwurzeln fehlt. Eine wackelige Prothese führt sogar zu vermehrtem Knochenabbau aufgrund der ungleichmäßigen Knochenbelastung.

Implantate sorgen für festen Halt beim Zahnersatz

Implantate steigern in diesem Fall die Gesundheit, Lebensqualität und Lebensfreude.

Neues Selbstbewusstsein durch feste Zähne

  • Der Zahnersatz hat sicheren Halt und ermöglicht kraftvolles Zubeißen. So können Sie wieder essen, was Sie möchten.
  • Das Geschmacksempfinden wird verbessert, da der Gaumen nicht von einer Prothese bedeckt wird.
  • Sie können wieder sprechen und lachen, ohne Angst zu haben, dass die Prothese „wackelt“ oder herausfällt. Dies trägt zu mehr Selbstbewusstsein bei, was auch die Menschen in Ihrer Umgebung wahrnehmen.
  • Keine schmerzenden Druckstellen mehr.
  • Implantate verhindern den Schwund des Kieferknochen und erhalten so ihr äußeres Erscheinungsbild (sog. vertikale Höhe, siehe Sepp und Rosi Büchsenmacher)

Es gibt viele Ausführungs- und Befestigungsmöglichkeiten für implantatgetragenen Zahnersatz: So können Implantate als Brückenpfeiler dienen, als Teleskop für herausnehmbaren Zahnersatz und evtl. sogar als Druckknopf unter ihrer “alten” Prothese zum Einsatz kommen.

Natürlich muss nicht für jeden fehlenden Zahn ein Implantat eingefügt werden. Je nach Verteilungsmöglichkeit reichen schon wenige Implantate, um Ihre Prothese sicher zu befestigen.

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Zahnaufhellung gelingt am besten beim Zahnarzt

Strahlend weiße Zähne machen attraktiver. Immer mehr Menschen möchten ihre Zähne daher mit einem Bleaching aufhellen. Neben der professionellen Aufhellung beim Zahnarzt erfahren auch frei käufliche Bleachingprodukte (Bleaching-Gels, Whitening Pens oder Strips) aus Drogerien oder dem Online-Handel seit einiger Zeit einen Aufschwung, vor allem bei jungen Menschen. Doch wie wirksam und unbedenklich sind diese Produkte?

Ergebnis oft nicht zufriedenstellend

Oft führt das Bleaching mit freiverkäuflichen Mitteln nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Die Zähne werden häufig nicht so hell wie gewünscht, die Aufhellung hält nicht so lange an und ist manchmal ungleichmäßig.

Gesundheitliche Bedenken

Das Bleichen auf eigene Faust kann Zähne und Zahnfleisch schädigen. Zähne, die gebleicht werden sollen, müssen gesund sein. Das Bleachingmittel darf keinen Kontakt mit kariösen Zähnen, Zähnen mit Rissen, undichten Füllungen oder mit freiliegenden Zahnhälsen haben. Das Bleachingmittel könnte in diesen Fällen durch die Zahnsubstanz dringen und den Zahnnerv schädigen. Auch bei Zahnfleischproblemen (Zahnfleischentzündungen und Parodontitis) ist Vorsicht geboten.

Professionelle Aufhellung: effizient und schonend

Um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, ist vor dem Bleichen die Untersuchung der Zähne erforderlich. Zudem sollte vor dem Bleaching eine professionelle Zahnreinigung erfolgen, damit das aufhellende Mittel besser wirken kann und das Ergebnis gleichmäßig wird.

Beim Bleaching in der Praxis stellen wir sicher, dass die Behandlung unter genau definierten, bewährten Bedingungen stattfindet und auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmt wird. Weiterhin wird das Zahnfleisch vor dem Aufhellen durch ein Spezialgel abgedeckt. Die anschließende Fluoridierung der Zähne sorgt dafür, dass der Zahnschmelz wieder ausreichend geschützt ist. Ein wichtiger Aspekt für ein zufriedenstellendes Ergebnis: Zahnarztpraxen haben die Möglichkeit, ein höher dosiertes und damit wesentlich effektiveres Bleichmittel zu verwenden.

Für alle, die sich ein gutes Aufhellergebnis wünschen, ist daher das Bleaching beim Zahnarzt die Methode der Wahl. Ein weiteres Argument für den Besuch einer Praxis: Wenn die Zähne nur äußerlich verfärbt sind, erzielt man oft schon mit einer professionellen Zahnreinigung den gewünschten Aufhelleffekt. Was in Ihren Fall am besten ist, können wir bei einem persönlichen Termin herausfinden.

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1.Zahn

Mit zwei Milchzähnen zum Zahnarzt?!

Eltern fragen sich oft, wann sie mit ihrem Kind zum ersten Mal zum Zahnarzt gehen sollten. Ein erster Besuch ist bereits ab dem ersten Milchzahn, also ab einem Alter von etwa einem halben Jahr, empfehlenswert. Zum einen wird Ihr Kind auf diese Weise früh an die ungewohnte Praxisumgebung gewöhnt und lernt Zahnarzttermine als etwas Selbstverständliches kennen. Ein Tipp: Nehmen Sie Ihr Kind zur Gewöhnung am besten schon früh zu Ihren eigenen, „einfachen“ Terminen, z. B. zu Kontrollterminen, mit.

Zum anderen sind solch frühe Zahnarzttermine für die Früherkennung möglicher Erkrankungen oder von Problemen bei der Zahn- und Kieferentwicklung wichtig. Die teilweise immer noch verbreitete Ansicht, auf Milchzähne müsse man nicht so sehr achten, da sie sowieso ausfallen, ist falsch.

Milchzähne erfüllen ganz wichtige Funktionen, unter anderem als “Platzhalter” für die bleibenden Zähne. Gehen Milchzähne aufgrund von Karies zu früh verloren, wachsen die nachfolgenden Zähne oft schief heraus – eine kieferorthopädische Behandlung ist dann meist unumgänglich. Zudem kann eine Karies bei Milchzähnen das Risiko für Karies bei den bleibenden Zähnen erhöhen.

Auch die Zahnpflege sollte beginnen, sobald Ihr Baby den ersten Milchzahn bekommt. Weiterhin spielen zahnärztliche Prophylaxemaßnahmen für Kinder wie die Fissurenversiegelung eine zentrale Rolle für die Zahn- und Mundgesundheit. Wir beraten Sie dazu, welche Maßnahme in welcher Altersphase vorgesehen ist.

Sie haben Fragen zum Thema gesunde Kinderzähne? Wir beantworten sie Ihnen gern.

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Kohle

Für Kohle keine Zukunft

Der Trend zu aktivkohlehaltigen Kosmetika und Pflegemitteln macht auch vor Zahnpasta nicht halt. In den Regalen von Supermärkten und Drogerien gibt es mittlerweile etliche Produkte, die je nach Hersteller vor allem zwei Wirkungen versprechen: Sie sollen die Zähne biologisch und sogar besser reinigen und gleichzeitig aufhellen. Es wird mit Begriffen wie „natürlich“, „bio“, „schonend“, „antibakteriell“, „umweltfreundlich“ oder „entgiftend“ geworben.

Wissenschaftliche Untersuchungen sagen jedoch, dass diese Werbeversprechen nicht haltbar und viele der Zahnpasten sogar bedenklich sind.

Argument „schonende Zahnreinigung“

Die Wirkung als Zahnpflegemittel soll darauf zurückzuführen sein, dass Bakterien, Beläge und Giftstoffe von den Aktivkohlepartikeln besser aufgenommen werden als bei normaler Zahnpasta. Kohle ist äußerst feinporig und kann aufgrund der großen Oberfläche eine große Menge anderer Stoffe an sich binden. Deshalb wird Aktivkohle zum Beispiel in Filtern eingesetzt, um bestimmte Partikel oder Verschmutzungen aus Flüssigkeiten zu entfernen.

Allerdings sind die Kohlepartikel in Zahnpasten durch die anderen Inhaltstoffe bereits so vollgesogen, dass sie kaum weitere Stoffe aufnehmen können. Weiterhin ist in vielen Aktivkohle-Zahnpasten wenig oder kein Fluorid enthalten, das als wichtiger Inhaltstoff zur Vermeidung von Karies gilt. Und wenn die Zahnpasta neben Fluorid auch Hydroxylapatit (ein Bestandteil des natürlichen Zahnschmelzes) enthält, könnte die Wirkung des Fluorids verlorengehen, da beide Stoffe miteinander reagieren.

Argument „schonende Aufhellung“

Zudem wird ein schonender aufhellender Effekt versprochen, der darauf beruhe, dass aktivkohlehaltige Zahnpasta – ähnlich den sogenannten Whitening-Zahnpasten – gröbere Putzkörper („Schleifkörper“, „Abrasivstoffe“) als normale Pasten enthält. Tatsächlich können solche Putzkörper oberflächliche Beläge und Zahnverfärbungen (Nikotin, schwarzer Tee, Rotwein …) etwas besser entfernen.

Die eigentliche Zahnfarbe kann Aktivkohle-Zahnpasta – wie auch die Whitening-Zahnpasta – jedoch nicht verändern, da sie keine Bleichmittel enthalten. Dazu kommt, dass der abrasive Effekt einiger Aktivkohle-Zahnpasten so stark ist, dass sie den Zahnschmelz schädigen und bei empfindlichen Zähnen Schmerzen auslösen können.

Kohle

Fazit: Aktivkohle-Zahnpasta ist eher als Marketing-Gag zu werten. Wichtige Zusätze fehlen, andere sind nicht wirksamer als die in normalen Zahnpasten oder sogar bedenklich. Deshalb fordert die Wissenschaft Zahnärzte auf, Patienten über den fehlenden Nutzen bzw. die Risiken aufzuklären.

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Endo Anatomie

Zahnwurzeln: Vielfalt an Kanälen

Bei Veröffentlichungen in der Laienpresse werden Zähne, die zur Dekoration eines Beitrags dienen, oft mit zwei Wurzeln gezeigt. Der “typische Backenzahn” hat jedoch meist mehrere, z.T. verdrehte und miteinander in Verbindung stehende Wurzeln. Das Thema wird für Patienten spätestens in dem Moment relevant, wenn eine Wurzelbehandlung ansteht:
Eine neue Studie hat ergeben, dass durch Verzweigungen von Kanälen oder kleinen Seitenkanälen in breiteren Wurzeln vier und fünf Wurzelkanäle bei den Backenzähnen häufiger vorkommen als erwartet. Erschwert wird das Auffinden der Kanäle oftmals auch durch die kariöse Zerstörung im Inneren des Zahnes. Nichtsdestotrotz stellt die Wurzelbehandlung heute eine sichere Methode dar, um nervige Zahnschmerzen zu beseitigen.

Bei uns können Sie sich sicher sein, dass wir beim Auffinden der Wurzelkanäle mit größter Sorgfalt vorgehen und mit Lupenbrille und maschineller Aufbereitung in Verbindung mit hochwirksamen Spülungen Ihren Zahn so behandeln, dass Entzündungsquellen vollständig entfernt werden.

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Quetschies riskant für Kinderzähne

Wie das Bundeszentrum für Ernährung kürzlich mitteilte, erweisen sich Untersuchungen zufolge die Fruchtbrei-Angebote in “Quetschbeuteln” als Risiko für die Entwicklung einer Milchzahnkaries. Einerseits ist die Aufnahme des enthaltenen Früchte-Muses über die zentrale Öffnung der Tütchen eine ebenso große Belastung insbesondere für die Frontzähne wie eine übermäßige Nutzung von Nuckelflaschen: Die aufgenommene Nahrung bzw. Flüssigkeit berührt konzentriert vor allem die Vorderzähne. Andererseits ist der Inhalt selbst relevant: Die Fruchtmasse greift über den enthaltenen Fruchtzucker den empfindlichen Zahnschmelz der Milchzähne an. Weiterhin wird, so der Informationsdienst, beim Nuckeln an Fläschchen und “Quetschies” anders als beim Essen und Kauen von Obst in seiner natürlichen Form die Kaumuskulatur nicht ausreichend trainiert. Dies ist aber wichtig, um eine natürliche Zahn- und Kieferform mit gesunder Muskulatur zu entwickeln.

Auch das Sprechen hängt mit der Mundmuskulatur zusammen. All diese natürlichen Entwicklungen werden ausgebremst, wenn der Mund nicht wie vorgesehen essen, kauen und beißen muss, sondern flüssige und breiförmige Nahrung nur noch geschluckt wird.

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